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Out of Sight, Out of Murder - Neue Osnabrücker Zeitung, June 2016

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Dying for a laugh - Neue Osnabrücker Zeitung,  November 2012

Running Riot - Neue Osnabrücker Zeitung, May 2012

An Ideal Husband - Neue Osnabrücker Zeitung, November 2011

 

Dying for a laugh 


Neue Osnabrücker Zeitung, 20th Nov 2012
von Tom Bullmann
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Osnabrück: „The Ostensibles“ zeigen zwei amüsante Einakter 

Osnabrück. Englischsprachiges Theater in Osnabrück? Richtig. Was seit den 60er-Jahren bei Angehörigen der britischen Armee Tradition hatte, wird seit dem Abzug der Briten unter dem Namen „The Ostensibles“ weitergeführt. Mittlerweile sind kaum noch ehemalige Soldaten in der Schauspielgruppe und nur noch wenige Muttersprachler, dafür mehr Studenten und Freunde der englischen Sprache. Unter dem Titel „Dying For A Laugh“ („Für ein Lachen sterben“) zeigte die Truppe im Haus der Jugend zwei Einakter, beide eine Mischung aus Komödie und absurdem Theater.
 
George steht ratlos auf der Bühne. Eigentlich ist er Buchhalter. Doch unvermittelt sieht er sich in die Rolle des Schauspielers hineingeworfen, der ein Stück spielen soll, für das er nicht geprobt hat und dessen Texte er nicht kennt. Ab und zu hilft ihm der Inspizient, der als Zimmermädchen die Szene betritt und ihm souffliert. Doch ansonsten ist er in seinem „Albtraum“ allein gelassen und wacht auch nicht auf, als er schließlich von einem leibhaftigen Henker enthauptet wird.
Zwei vergnügliche Stücke haben sich „The Ostensibles“ für die diesjährigen Herbstaufführungen ausgesucht. Der erste Einakter mit dem Titel „The Actor’s Nightmare“ stammt von dem amerikanischen Dramatiker Christopher Durang und sorgt im Haus der Jugend für viel Amüsement. Vor allem Marcus Küdde zeigt sich in der Rolle des George Spelvin von seiner besten Seite als ahnungsloser Schauspieler, der statt eines Hamlet-Monologs Erinnerungen an seine Schulzeit ans Publikum richtet und schon bald hilflos nach einer „Line“ fleht, nach einem Stichwort vom Souffleur. In seiner Verquickung von klassischem Einakter, historischem Drama und absurdem Theater bietet das Stück kurzweilige Unterhaltung auch für Zuschauer, die das Englische nicht perfekt beherrschen. Mehr Konzentration erfordert das zweite Stück „A Slight Accident“ von James Saunders. Hier liegt der recht schwarze Humor in den Dialogen der ebenfalls recht absurden Geschichte. In der Hauptrolle agiert Denise Tiefenthaler als englische Lady, die gerade ihren Ehemann erschossen hat. Ein Unfall? Sie ruft ihre Nachbarin Camilla an, nicht ohne die Leiche unter einem Teppich und einem Sofakissen nur dürftig zu verstecken.
Nun entwickelt sich ein Gespräch zwischen den beiden Freundinnen, das mehrdeutig die Themen Heirat, Ehe, die Gewohnheiten der Ehepartner und das jähe Ende eines Lebens streift. Wie aberwitzig: Bei der Erwähnung von „Einstein’s Theory of relatives“ fällt auf, dass aus dessen Relativitätstheorie eine „Verwandtentheorie“ gemacht wird. Tiefenthaler, Britta Noerenberg als Camilla und Markus Hollins als ihr Ehemann Rodger bieten einen amüsanten Schwank – mit fatalem Ausgang.
Haus der Jugend: Freunde des englischen Theaters haben am Mittwoch, 21. November, noch einmal die Möglichkeit, „Dying For A Laugh“ vom englischsprachigen Amateurtheater zu erleben. Beginn: 19.30 Uhr.

   

 

 

 

Running Riot


Neue Osnabrücker Zeitung, 31st May 2012

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Osnabrück. Eigentlich ist Humphrey Podmore ein einfacher Gemüsehändler aus Yorkshire, der sich in einem französischen Landgasthaus vor seiner dominanten Frau versteckt. Doch dort hält ihn alle Welt für einen britischen Leichtathletik-Star: „Bonjour! Bonjour! Bonjour! We are honoured! We are thrilled!“ – das humorvolle Verwirrspiel nimmt seinen Lauf.

Die Theatergruppe Ostensibles bringt die Komödie Running Riot von Derek Benfield in englischer Sprache auf die Bühne im Haus der Jugend. Premiere ist am Freitag, 1. Juni, um 19.30 Uhr. Weitere Aufführungen sind am Samstag, 2. Juni, sowie am Dienstag und Mittwoch, 5. und6. Juni, jeweils um 19.30 Uhr. Karten gibt es unter 0541/6689143. Die Ostensibles setzen die von der britischen Garnison vor 60 Jahren ins Leben gerufene Tradition des englischsprachigen Laientheaters in Osnabrück fort. Jedes Jahr inszenieren sie zwei Aufführungen in englischer Sprache. Neben Engländern engagieren sich Amerikaner, Kanadier, Australier und Deutsche. Die gesamte Produktion findet auf Englisch statt – vom Casting, der Regie-, Produzenten- und Schauspielarbeit bis zu den Tätigkeiten hinter den Kulissen.

 

 

 

An Ideal Husband


Neue Osnabrücker Zeitung, 29th Nov 2011
von Tom Bullmann
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Die "Ostensibles" spielen Oscar Wilde

Da hat sich die englischsprachige Theatertruppe „Ostensibles“ einer immensen Herausforderung gestellt: Als achte Produktion haben sich die Amateurschauspieler das Stück „An Ideal Husband“ von Oscar Wilde vorgenommen. „Es ist der ambitionierteste und auch längste Text, den wir bisher zur Aufführung gebracht haben“, sagt Regisseur Stephen Swann. So galt es bei der Premiere am Samstag, konzentriert dem dialoglastigen Bühnengeschehen zu folgen, das insbesondere Denise Tiefenthaler, Robert Muil und Marcus Küdde mit Leben erfüllen. Erstaunt stellt der Zuschauer fest, dass die Thematik, mit der Oscar Wilde vor mehr als hundert Jahren seine Komödie befeuerte, heute noch topaktuell ist: Ein Politiker aus der zweiten Reihe nutzt seine Position, um einen Bekannten mit Insiderinformationen aus Regierungskreisen zu füttern. Der macht daraufhin mit Suez-Kanal-Aktien ein Vermögen und auch den unmoralischen Politiker Sir Robert Chiltern zum reichen, angesehenen Mann. Sein verwerfliches Tun scheint Chiltern knapp 20 Jahre später zum Verhängnis zu werden: Die intrigante Mrs Cheveley versucht ihn zu erpressen, fällt aber aufgrund der Intervention von Lord Arthur Goring und ihrer eigenen unehrenhaften Vergangenheit auf die Nase.Um Ethik und Ehre, um Schuld und Vergebung geht es in dem Stück. Und um den Snobismus der Londoner Upper Class. Überzeugend spinnt Denise Tiefenthaler als Lora Cheveley ihre Intrige gegen den hilflosen Sir Robert (Marcus Küdde). Robert Muil geht in seiner Rolle als dandyhafter, aber loyaler Lord Goring auf, und für prächtige Unterhaltung sorgt Lord Caversham, gespielt von Graham Chipperfield, der als gebürtiger Brite die idiomatischen Feinheiten der Dialoge besonders gut bewältigt. Weitere Aufführungen von „An Ideal Husband“: heute und morgen jeweils um 19.30 Uhr im Haus der Jugend.

   

 

Out of Sight, Out of Murder

Neue Osnabrücker Zeitung 6th June 2016

Von Tom Bullmann

Der Fantasiewelt des Schriftstellers entsprungen und Fleisch geworden: Szene aus dem neuen Stück „Out Of Sight, Out Of Murder“ im Haus der Jugend.Foto: Thomas OsterfeldDer Fantasiewelt des Schriftstellers entsprungen und Fleisch geworden: Szene aus dem neuen Stück „Out Of Sight, Out Of Murder“ im Haus der Jugend.Foto: Thomas Osterfeld

Osnabrück. Im Haus der Jugend werden die Leute zurzeit im Minutentakt umgebracht, allerdings nicht wirklich: In dem englischen Bühnenstück „Out Of Sight, Out Of Murder“ vermischt die englischsprachige Theatertruppe The Ostensibles Realität und Fantasie zu einer spannenden Kriminalkomödie.

„In English“ steht in knallgelben Lettern auf dem Programmheft und auf den Plakaten des aktuellen Stücks, das die rührige Amateurschauspieltruppe The Ostensibles zurzeit performen. Damit keiner enttäuscht ist, wenn er feststellt, dass in diesem Theater nur Englisch gesprochen wird. Zweimal im Jahr bringt die Truppe, die aus einem Schauspielengagement der Britischen Armee in Osnabrück hervorgegangen ist, im Haus der Jugend ein Bühnenstück zur Aufführung. Diesmal ist wieder eine Komödie an der Reihe – die das Ensemble mit viel Herzblut realisiert.

Besuch von attraktiven Ladies

In der „Mystery Comedy“ versucht Krimi-Schriftsteller Peter Knight in einem alten Haus ein neues Buch zu schreiben. Allerdings geht es in der betagten Villa offenbar nicht mit rechten Dingen zu, denn durch eine Art elektrostatischen Sturm materialisieren sich plötzlich Figuren.

So hat er plötzlich einen Butler und er bekommt Besuch von attraktiven Ladies, die es auf ihn abgesehen haben. Interessanterweise handelt es sich bei vielen Rollen um „stock characters“, also um Standard-Rollen wie „das Mädchen von nebenan“, „das ständig schwangere Zimmermädchen“ oder „der flotte junge Mann“, die die Fantasiewelt des Schriftstellers bevölkern.

Einzig Minna, die Frau des nächsten Farmers, die dem allein stehenden Autoren im Haus hilft, ist auch real. So verwischen sich auf amüsante Art die Wirklichkeitsebenen, als plötzlich diverse „Morde“ geschehen. Steckt vielleicht Kay Kelsey, einfühlungsvoll von Yvonne Hülsmann als neuestem Mitglied des Ensembles gespielt, oder doch Robin Hilder in der Rolle des Butlers Cogburn hintern den Morden, die nach und nach das halbe Ensemble dahinmeucheln.

Lustige Regieeinfälle

Engagiertes Spiel, lustige Regieeinfälle wie die strickende Barbara Hegels, die die seriöse Fiona Babcock spielt, oder das Gift in einer Vase, das den alerten Anwalt Jordan Dillingham dahinrafft, machen die mysteriöse Kriminalkomödie zu einem sehenswerten Stück, bei dem Augen und Ohren nicht zu kurz kommen. Und wer vor der englischen  Sprache zurückschreckt: Man versteht das Meiste auch ohne fundierte Englischkenntnisse. Außerdem lernt man am besten durch Sprachpraxis, auch wenn es nur Zuhören ist.

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